Abentheuer in der

2003
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.Wasser auf den Straßen

BIRKENFELD. Am Neujahrstag teilte ein Verkehrsteilnehmer gegen 22.20 Uhr der Polizei mit, in Höhe der Einfahrt zum Sportplatz Niederbrombach befände sich auf auf der Fahrbahn der B 41 eine große Wasserlache. Die Feuerwehr Niederbrombach und die Straßenmeisterei Birkenfeld beseitigten die Wasseransammlung. Gegen Mitternacht erreichte die Polizei Birkenfeld eine weitere Nachricht über Wasseransammlungen: Auf der L 165, unmittelbar vor der Hujetsmühle, war so viel Wasser über die Fahrbahn gelaufen, dass sich ebenfalls eine Gefahrstelle gebildet hatte. Die Streife stellte fest, dass zwischen Abentheuer und Börfink ein Baum quer über die Fahrbahn lag. Bis gegen 2 Uhr musste die Straßenmeisterei die Strecke sperren.               Nahe Zeitung vom 03.01.2003, Seite 17.

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Windhose deckte Dach ab  Wohnhaus in Weitersbach schwer beschädigt - Bäume auf der Fahrbahn

KREIS BIRKENFELD. Ein Augenzeuge berichtete von einer Windhose, die über die Felder jagte. Und eben jene Naturgewalt sorgte am Neujahrstag gegen 21.30 Uhr in Weitersbach für einen verheerenden Schaden und spektakuläre Bilder: Sie deckte das komplette Schieferdach des Wohnhauses von Günter und Marliese Ripp ab. Die Feuerwehren aus Weitersbach, Stipshausen, Rhaunen und Bundenbach waren im Einsatz, sicherten das Gelände und deckten den Dachstuhl ab.
Die Windhose riss außerdem eine 30 Meter breite Schneise auf dem Wartberg bei Rhaunen. Auch Bürgermeister Wolfgang Becker war - trotz seines Urlaubes - vor Ort: "Da sah's übel aus. Auch an einem Nachbarhaus entstanden Schäden. Wäre die Windhose übers ganze Dorf hinweg gefegt, hätte es noch schlimmer ausgehen können. Da hatten wir noch Glück im Unglück."Darüber hinaus stürzten zwischen Rhaunen und Weitersbach mehrere Bäume auf die Straße. In diesem Bereich waren die Straßenmeistereien Kirn und Kirchberg im Einsatz. Auch auf den Höhen der Verbandsgemeinde Birkenfeld riss der Sturm in der Nacht zum Donnerstag Bäume um. Die Landesstraße 165 musste gesperrt werden, weil zwischen Abentheuer und Börfink ein Baum quer über der Fahrbahn lag. Auf der Bundesstraße 269 prallte ein 39- Jähriger im Bereich Hüttgeswasen/Hattgenstein mit seinem Pkw gegen einen umgestürzten Baum: Er musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. (vm/ks) Nahe Zeitung vom 03.01.2003, Seite 13.

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Leitungen durchtrennt

ABENTHEUER. Im Einsatz war auch die Feuerwehr Abentheuer am Donnerstag gegen 21.10 Uhr: Auf der L 165 waren zwei Bäume umgestürzt, durchtrennte Stromleitungen lagen quer auf der Fahrbahn. In Brücken und Abentheuer gab es Stromausfälle
Nahe Zeitung vom 04.01.2003, Seite 14

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.Der Spitzenreiter spendete bereits zum 75. Mal 

Mit der stattlichen Zahl von 75 Blutspenden nahm der Birkenfelder Gunter Werner die Spitzenposition bei den jüngsten Ehrungen des DRK-Ortsverein Birkenfeld ein. Urkunden gab es auch für den Kreisstädter Klaus Faber mit 60 Spenden sowie den Achtelsbacher Werner Sohns mit 50 Spenden. Zum 40. Mal gespendet hat mittlerweile Margit Schömer aus Abentheuer, auf 25 Spenden bringen es Hans Jürgen Busch (Sonnenberg- Winnenberg), Christiane Maria Engel (Schmißberg), Kornelie Heidrich (Brücken) und Ursula Kandels (Birkenfeld).  Foto: Gerhard Ding     L0901DI01

Nahe Zeitung vom 09.01.2003, Seite 18.

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Müsliriegel statt Braten

Das Dorf Abentheuer ist vielen Journalisten eine Reise wert - Hare- Krishna- Tempel beschrieben. Wie kein anderes Dorf in der Verbandsgemeinde Birkenfeld geriet Abentheuer in den vergangenen Jahren überregional in den Fokus regionaler Zeitungen.

ABENTHEUER. Vor allem der Bau des Gemeinschaftshauses beschäftigt derzeit die Bürgerschaft von Abentheuer: Ihre immense Eigenleistung nötigt vielen Außenstehenden Respekt ab. Während die Nahe- Zeitung laufend über die Fortschritte dieses Projekts informiert, gilt anderen Aspekten die Neugier der fremden Journalisten. So konzentrierte sich die Reporterin des Bonner General- Anzeigers auf die seit 1994 in der Hujetsägemühle beheimatete Deutschland- Zentrale der Hare- Krishna- Sekte: Unter dem Titel "Keine Kuh für den Tempel der Weisheit" ging Sandra Kreuer kurz auf Abentheuers erfolgreiche Teilnahme am "SWR-1- Heimspiel" ein, beleuchtete das Tempelleben und das kurze Leben des 1997 von Krishna- Anhängern eröffneten "Sterntaler"- Dorfladens. "Die 497 Abentheurer zeigen wenig Interesse an Relax- Tee und Hanf- Riegeln", schloss die Autorin, die auch den Brückener Pfarrer Erwin Bonn interviewte, der seine Bedenken zum Guru- Gehorsam der Krishna- Jünger artikulierte.
Mitte 2001 schaute sich ein Redakteur für den Reiseteil der in Baden- Württemberg und der Pfalz erscheinenden Zeitung Sonntag aktuell im Hunsrückort um - und löste mit seinem Artikel bei den "Hüttnern" zum Teil scharfe Kritik aus. "Sie glauben also, dass der kleine Ort Abentheuer in Rheinland- Pfalz nur zufällig so heißt und überhaupt nichts Abenteuerliches zu bieten hat?" schreibt Andreas Steidel: "Dann waren Sie noch nie in dem geheimnisvollen Landhaus La Cachette - oder in einem echten Hare- Krishna- Tempel." Von den Böckings als letzte der sechs Unternehmerfamilien, "die das Dorf zu einem der bedeutendsten Standorte der Frühindustrialisierung machten", berichtete er ebenso wie von der Hare- Krishna- Gemeinde und der Metzgereigaststätte, "die nun statt Schweinebraten Müsliriegel herstellt." Seine Beobachtung: "Die Krishnas missionieren nicht in Abentheuer und fallen dort höchstens durch ihre kleinen Haarschwänzchen am Hinterkopf und ihre sackleinerne Kleidung auf". Als "Top- Restaurant" charakterisierte er das Landhaus La Cachette, das früher Kurt Böcking gehörte. 41 Jahre lang war der einstige Direktor der Marineschule der Türkei ehrenamtlicher Bürgermeister von Abentheuer. Seiner Schwägerin, der Witwe von Gutsbesitzer Herbert W. Böcking, ist die Überschrift "Gertraudis kleines Abentheuer" gewidmet.
In der Rubrik "Als Flaneur unterwegs" zog vor drei Jahren Traudl Brenner von der Saarbrücker Zeitung das Fazit: "Besser wär's gewesen, über der Landkarte zu träumen als zu verreisen." Sie besuchte die Gaststätten in Abentheuer, den Krishna- Tempel - und die Schaufenster der von der Gemeinschaft gegründeten Läden veranlassten sie zur Überschrift "Spinnweben, Süßigkeiten". Wenigstens das ehemalige Eisenwerk rief bei ihr positive Assoziationen hervor: "Unsere Stumms, unsere Böckings also." Angesichts der zentralen Rolle dieser beiden Familien in der saarländischen Hüttenindustrie ist die Serie der Saarbrücker Zeitung über die Eisen- und Stahlbarone an der Saar für die Bürger von Abentheuer von Interesse. (KS)

Nahe Zeitung vom 20.01.2003, Seite 18.

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Schon in der Rohbauphase wurde der geplante Anteil der Eigenleistungen am Neubau des Gemeinschaftshauses in Abentheuer erbracht - Maurerarbeiten abgeschlossen 

Das angepeilte Ziel ist bereits erreicht    Jetzt geht es an den Innenausbau - Weitere Helfer sind willkommen 
Ganz im Zeichen des Gemeinschaftshaus- Baus steht der Abentheuerer Haushalt 2003. Ortsbürgermeister Goldt hofft, dass die immense Eigenleistung den Kreditbedarf weiter reduziert.

ABENTHEUER. Kurz vor dem Abschluss stehen die Rohbauarbeiten am Gemeinschaftshaus von Abentheuer: Mit der Errichtung von Trennwänden innerhalb des 50 Quadratmeter großen Jugendraums, den die Teenager künftig selbst gestalten dürfen, soll unter die Maurerarbeiten ein Schlussstrich gezogen werden. Wie viel Eigenleistung das rund 368 000 Euro teure Gemeinschaftsprojekt bisher in sich trägt, weiß Ortsbürgermeister Klaus Goldt genau zu beziffern: Beispielhafte 4566 Arbeitsstunden, "ohne letzten Samstag", haben die Abentheuerer bis dato in ihr Gemeinschaftshaus gesteckt.
"Damit haben wir unser an gestrebtes Ziel von zehn Prozent Eigenleistung schon erreicht", verkündet das Dorfoberhaupt mit sichtlichem Stolz. "Ich bin natürlich mehr als zufrieden, wir haben um unsere tragenden Säulen Horst Ranft, Manfred Fickert und Harald Mörsdorf herum qualitativ super Arbeit geleistet", zeigt sich der 49- Jährige hoch erfreut.

Viele Freiwillige
Längst haben sich wieder Freiwillige, darunter auch einige jüngere, bereit erklärt, bei den anstehenden Elektro-, Heizungs- und Malerarbeiten anzupacken. "Wir können für jeden Aufgabenbereich Leute gebrauchen", bemüht sich der Ortschef um weitere Helfer: "Jeder ist willkommen - wir haben genug Arbeit."
Die kalte Jahreszeit haben er und seine Mannen genutzt, um die Planungen für Fenster und Türen abzuschließen. Dabei lag es nicht nur im Interesse Goldts, die Scheiben im 150 Personen fassenden Versammlungssaal auf die Bedürfnisse der Anlieger abzustimmen: "Die haben sogar einen höheren Schallschutz als gesetzlich vorgeschrieben." Dass die Gemeinde trotz der leidenschaftlichen Hingabe der Helfer nicht um ein Engagement von Firmen herumkommt, kann sich der "OB" selbst ausmalen. "Das ist auch aufgrund der Gewährleistung so", erläutert er, "wobei wir eine Regenrinne auch noch selbst anbringen können", wie er scherzhaft hinzufügt.
Im kommenden Jahr wird der Bau, den das Land mit 153 300 Euro unterstützt, vollendet. "Wir haben noch viel zu tun", weiß der Ortsbürgermeister: "Doch wichtig ist, dass wir keinen Zeitdruck haben." Vom Ausmaß der Eigenleistung hängt letztlich ab, ob die Gemeinde den im Haushalt 2003 festgesetzten Kreditrahmen von 58 000 Euro tatsächlich ausschöpfen muss. Zur Finanzierung trägt auch der Vorsteuerabzug von 45 600 Euro bei, den aber in den nächsten Jahren - wenn auch geringere Belastungen - gegenüberstehen. (pg)

Die Maurerarbeiten sind erledigt, der Anteil der Eigenleistungen liegt bereits über dem Plan: Nun kann an Abentheuers Gemeinschaftshaus der Innenausbau beginnen.  Foto: Reiner Drumm    L2801DR01

Nahe Zeitung vom 28.01.2003, Seite 18.

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Uli Jörg tritt in seines Vaters Fußstapfen 

Der Heimatverein Abentheuer wählte ihn zum neuen Vorsitzenden - Homepage sehr gefragt

ABENTHEUER. Bei der Jahreshauptversammlung des HeimatvereinsAbentheuer standen neben den Berichten über die Aktivitäten in 2002 auch eine Satzungsänderung sowie Neuwahlen an. Bereits bei der Begrüßung verwies der Vorsitzende Günther Jörg auf eine positive Bilanz, auf die man stolz sein könne. Vorstandsmitglied Uli Jörg ging auf Einzelheiten ein. Die Zahl der Mitglieder sei von 150 auf 157 angestiegen. Aber auch bei den Aktivitäten habe man 2002 "zugelegt". Die Beteiligung der "Süßschnüsser" an zwei Fastnachtsumzügen, das Fest "Gasthaus Jedermann" an der Trauntalhütte, der gemeinsame Museumsbesuch in Birkenfeld, das "Suppenfest", die Exkursion "Auf den Spuren der Eisenindustrie" sowie der Vereinsausflug "Griesson/Maximiliansbräu" seien die herausragenden Aktivitäten des vergangen Jahres gewesen. Positiv sei auch die Zusage zur Teilnahme am Rheinland- Pfalz- Tag 2003 am 15. Juni in Koblenz. Aber auch die Qualifikation als SWR-1- Gemeinde war ein Highlight der Gemeinde, auf das man mit Stolz zurückblicken könne.       Von der Internetpräsenz des Vereins habe man regen Gebrauch gemacht. Gerade in diesem Bereich sei Aktualität sehr gefragt, und deshalb habe man die Homepage des Vereins 45 Mal aktualisiert. Die Anzahl von 15 000 Aufrufen aus 42 Ländern der Erde sei bemerkenswert.

Überzogene Erwartungen
Zur Berichterstattung in der überregionalen Presse äußerte er sich weniger erfreut. Ursache einzelner Negativberichte sei die meist überzogene Erwartungshaltung wegen des Ortsnamens. Grundsätzlich sei Abentheuer ein Ort wie viele andere auch. Dennoch zeigten die zahlreichen regionalen Berichte, dass Abentheuer eine historisch bedeutsame Gemeinde mit ausgeprägtem Gemeinschaftsleben sei. Eine in Kürze veröffentlichte Pressechronik, die in Zusammenarbeit mit der Nahe- Zeitung erstellt werde, belege dies.
Im Anschluss an die Berichte erfolgte die Neuwahl des Vorstandes nach den Dankesworten des Ortsbürgermeisters Klaus Goldt. Günther Jörg, der den Verein seit seiner Gründung vor 30 Jahren führt, verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Erwartungsgemäß wurde Uli Jörg, Sohn des ausgeschiedenen Vorsitzenden, als einziger Kandidat vorgeschlagen und einstimmig gewählt. (Siehe Im Detail).
Auf Vorschlag des Vorstandsmitgliedes Hermann Tschierschke sprachen sich alle Anwesenden dafür aus, Günther Jörg das Amt des Ehrenvorsitzenden zu übertragen. Gleichzeitig wurde ihm mit großem Applaus eine entsprechende Ehrenurkunde überreicht.
Zuvor sprach man sich im Rahmen der Satzungsänderung dafür aus, künftig einen zweiten Beisitzer in den Vorstand zu wählen. Außerdem soll zum 30- jährigen Bestehen eine Pressechronik veröffentlicht und deren Erlös der Jugendfreizeitstätte Hattgenstein zur Verfügung gestellt werden. Denn diese stelle die Nachfolge des traditionellen Zeltlagers auf der Abentheuerer Langwiese dar. Mit einer lustigen Bildershow der Aktivitäten des vergangenen Jahres, die Uli Jörg zusammengetragen hatte und per PC projezierte, klang die Veranstaltung harmonisch aus. Paul Lauer

Uli Jörg folgte seinem Vater Günther Jörg im Amt des Vorsitzenden des Heimatvereins Abentheuer nach: Der Senior hatte es 30 Jahre lang ausgeübt.  Foto: Paul Lauer

Der Vorstand
Vorsitzender: Uli Jörg; Stellvertreter: Günther Breitkopf; Kassierer: Knut Giebel und Karl Schmitt; Schriftführerin: Alexandra Schilling; Beisitzer: Ljiljana Turina und Herman Tschierschke; Kassenprüfer: Reinhold Traut.

Nahe Zeitung vom 03.02.2003, Seite 14

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Lustige Gesänge und Lauch für das Lamm      Selbsthilfegruppe "Regenbogen" feierte Karneval

KREIS BIRKENFELD. Die Behinderten-Selbsthilfegruppe "Regenbogen" feierte Karneval mit buntem Programm. Irmgard Stark beschwerte sich übers Tapezieren mit ihrem Mann, wobei sie schließlich zu Hammer und Nägeln griffen, ehe Waltraud Franz die Narhalla in die französische Besatzungszeit versetzte und um Lauch für das Osterlamm kämpfte. Eine Gruppe des Heimatverein aus Abentheuer kam als "Notenquäler" - aber so schlimm wurde es nicht.
Als Mönche mit Fackel marschierten sie ein und boten einen unterhaltsamen Bittgesang, ehe sie zur Melodie von "Marmor, Stein und Eisen bricht" ein selbst gedichtetes Faschingslied sangen. Inge Kirsch erzählte eine spaßige Geschichte über eine Hochzeitsvorbereitung von 1871, als auch nach mehrmaligem Nachzählen ein Kuchen fehlte, der sich später am Kleid der Großmutter fand, die sich hinein gesetzt hatte. Sitzungspräsident Klemens Heß kam als taubstummer Regisseur und zeigte mit Gesten, was er von seinen Schauspielern - dem Publikum - erwartete. Auch ohne Worte wurde es ein schöner Film. Nach einem gemeinsamen Abschiedslied bedankte sich der Vorsitzende Klaus Jerusalem bei allen Akteuren, wobei der Heimatverein schon fürs nächste Jahr zusagte.

Nahe Zeitung vom 25.02.2003, Seite 19.

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Politik durch die Klo-Brille gesehen   Buhlenberger Zug stellte gestern mit mehr als 30 Nummern Bestmarke auf 

Der mit mehr als 30 gemeldeten Nummern längste närrische Lindwurm in der noch kurzen Geschichte der Buhlenberger Fastnachtssonntagszüge lockte gestern rekordverdächtig viele Schaulustige in die Karnevalshochburg bei Birkenfeld. 
BUHLENBERG. War es der Hochwälder Narren-Tross, der sich so lang wie noch nie durchs Dorf zog? Oder war es der Tiroler Anton, der sich kurzfristig zu einem Auftritt angekündigt hatte? So viele Besucher wie in diesem Jahr hatten noch selten nach Buhlenberg gefunden. Schon droben am Weiher, wo die 31 Wagen und Fußgruppen Aufstellung nahmen, warteten viele. Richtig eng wurde es zwischen Gemeinschaftshaus und Dorfmitte. Aber auch im Unterdorf lichteten sich die Reihen kaum. Der Narren-Express mit Elferrat und Zugkomitee bildete traditionell die Vorhut. Ihm dicht auf den Fersen: ein Trupp Trapper und Indianer aus dem Jugendförderverein Abentheuer. "Et Pötche" hatte die Beermanns, eine von 20 angetretenen Fußgruppen, als ihr Erkennungszeichen mitgebracht. Pauken und Trompeten, Musketierhüte und schwarzrote Capes machten die folgende Truppe als Blasorchester des Musikvereins Birkenfeld kenntlich. Keines Namenschildes bedurften auch Kleine Rote und Kleine Blaue Garde, die das Kinderpaar flankierten. 

Mit süßer Fracht
Einen rollenden Süßwaren stand hatten die "Hüttner" ins Nachbardorf geschickt. War es dem Heimatverein Abentheuer gelungen, geschickt den Nachschub an Bonbons, Popcorn und anderen Wurfmaterial zu sichern, so glänzten die Wanderfrauen aus Buhlenberg mit idealem Outfit fürs etwas wankelmütige Wetter: Ihre Strohhüte waren sowohl als Schutz gegen Sonne wie gegen Regen geeignet. 

Schon etwas anrüchig war's, wie die Ballettdamen der KG "Narhalla" die große Politik durch die Klobrille kommentierten. Die Birkenfelder Reservisten waren nicht weniger rigoros - und steckten die Gescholtenen hinter Gitter. Beschirmt von blauen und roten Gardistinnen grüßten Ihre Tollitäten Monja 1. und Uwe 2. huldvoll das Narrenvolk. Ums Prädikat "Kleinster mitrollender Wagen" stritten Waldemars Klopfer-Klan und Ludwig Kronenbergers Mini- Modell eines Freizeitzentrums am Weiher. Als zipfelmützige Zwerge stellten die Reichenbacher ebenso ihr Lichtlein unter den Scheffel wie das Buhlenberger Männerballett als Kandidaten für Deutschlands Supersäufer. "Spontinis" aus Dambach, aber auch die Gruppe Hermanns hatte sich mit den singenden und musizierenden "Dippelbrüdern" die fröhlichsten Zugnachbarn ausgesucht. Die Achtelsbacher "Kuh-Girls", aber auch die "Määd" in bonbonfarbenen 70er-Jahre-Look setzten letzte Farbtupfer.                                                                                                                                          Klaus-Peter Müller Nahe Zeitung vom 03.03.2003, Seite 14. 
 


Mit allerlei Leckereien kamen in diesem Jahr die Schleckermäuler von der "Hütt" daher: Direkt vom Wagen brachte der Heimatverein Abentheuer entlang der Zugstrecke Bonbons und Popcorn unter die Leute.

Ein Trapper hoch zu Holzpferd führte die rot-weiße Wildwest- Truppe des Jugendfördervereins aus dem benachbarten Abentheuer an. 
Nahe Zeitung vom 03.03.2003, Seite 14    Fotos: Reiner Drumm

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Heide Müllers letzter Schultag  Nach fast 40 Jahren als Lehrerin kam jetzt für Heide Müller, die von der Altersteilzeit Gebrauch macht, der "letzte Schultag". Die Grundschule Birkenfeld verliere eine Pädagogin mit vorbildlicher Dienstauffassung, die Generationen von Schülern grundlegende Bildung vermittelt habe und in hohem Maße erzieherisch tätig gewesen sei, dankten Schulleitung und Personalrat der Kollegin. Nahe Zeitung vom 05.03.2003, Seite 22.

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Seltene Ehrung beim DRK-Ortsverein: 100 Mal Blut gespendet

Eine seltene Ehrung gab's beim jüngsten Blutspendetermin des DRK-Ortsvereins Birkenfeld für Werner Paddags aus Nohfelden- Sötern: Für 100-maliges Spenden erhielt er aus den Händen des Vorsitzenden Egon Georg (rechts)die Plakette des Blutspendedienstes (die NZ berichtete). Außerdem wurden geehrt: Jörg Conde, Ute Döscher, Hans Udo Reinecke und Christian Samsel für zehnmaliges Spenden sowie Heinz Kahlstadt, Werner Thielen und Rainer Wahl für 25 Spenden. 40 Mal spendeten Carmen Conde und Helmut Schmidt, 60 Mal Herbert Grimm und gar 75 Mal Wolf Dietrich Reidenbach sowie Werner Samsel. Foto: Gerhard Ding Nahe Zeitung vom 11.03.2003, Seite 20.

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Kinder aus Abentheuer auf abenteuerlichen Pfaden: 50 Werke der kleinen Künstler sind derzeit in der 

Birkenfelder Kreissparkasse zu sehen 

Der Drache fand den Weg 

Ein halbes Jahr für die Ausstellung gearbeitet 

Einblicke in die Welt kindlicher Sichtweisen, aber auch Lehrreiches über Farben und ihre Erkennung erfuhren die Besucher der Vernissage einer Kinderkunstausstellung in der Birkenfelder Kreissparkasse. 

BIRKENFELD. Eine Vernissage besonderer Art fand am Wochenende in der Kreissparkasse in Birkenfeld statt. In Anwesenheit von etwa achzig Erwachsenen zeigten vierzig Mädchen und Jungen des Kindergartens Abentheuer gemeinsam mit ihren Erzieherinnen selbst gefertigte Kunstwerke und Handarbeiten. Man habe die Ausstellung neben der Alltagsarbeit in etwa einem halben Jahr "stressresistent" und dennoch gezielt vorbereitet, betonte Kindergartenleiterin Theresia Prodöhl bei der Präsentation.
Ziel der Maßnahme sei es, die künstlerischen Fähigkeiten der Kinder zu fördern. Als Abentheuerer sei man ohnehin schon wegen des Ortsnamens verleitet, sich auf abenteuerliche Pfade zu begeben. Mit diesem Projekt habe man die Kinder auf einen Weg geführt, auf dem sie sich als kleine Picassos, van Goghs oder Michelangelos fühlen durften. 
Großer Respekt vor der kindlichen Persönlichkeit habe diese Ausstellung erst möglich gemacht, bedankte sich Theresia Prodöhl bei Filialdirektor Walter Suck sowie Heike Pletscher von der Kreissparkasse, aber auch bei ihren Erzieherinnen Marion Block und Anja Störnal. Er habe mit solch positiver Resonanz nicht gerechnet, räumte der Birkenfelder KSK- Direktor bei der Vernissage ein. Humorvoll bemerkte er, diese etwas andere Ausstellung sei eine ideale Werbung um den Sparkassen-Kunden des Jahres 2020. Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Manfred Nieland, äußerte in Vertretung des Bürgermeisters, die Ausstellung belege in Eindrucksvoller Weise, dass Kinder neben dem Umgang mit Computern auch noch andere Fähigkeiten besitzen, die gefördert werden sollten. 

Die rund 50 unterschiedlichen Werke stellte danach die stellvertretende Kindergartenleiterin Rosita Nohke vor. Die zahlreichen Bilder gewährten denen, die sie liebevoll betrachten, Einblicke in die kindliche Seele. Selbst Kritzeln sei ein Ausdruck der Stärkung, Ermutigung oder Beruhigung, lernten die Besucher. Kinder seien begabte Talente, in denen Träume, Farben, Bewegungen schlummern, die sie 
aus dem Gefühl heraus in Bildern ausdrücken können. Und so überzeugten die Abentheuerer nicht nur mit ihren zahlreichen Kunstwerken, sondern begeisterten noch mit einem lustigen Lied zum Thema "Ich will malen", auf der Gitarre begleitet von Praktikant Bernd Kiefer, und einem Kurz-Theaterstück zum Thema "Blaulinchen und Gelblinchen", einem lehrreichen Farberkennungsspiel. Zum Erstaunen aller hatte sogar ein in Abentheuer hergestellter überdimensional großer Drachen, eine bunte Skulptur und ein aus Holzresten mit viel Phantasie gefertigtes Pferd den Weg nach Birkenfeld gefunden. Paul Lauer Nahe Zeitung vom 17.03.2003, Seite 15. 

Erstaunen und Bewunderung äußerten die Besucher über etliche Arbeiten, die Jungen und Mädchen des Kindergartens Abentheuer, teils unter Anleitung der Malerin Heidi Rüther und der Erzieherin Rosita Nohke, gefertigt hatten. Foto: Reiner Drumm 

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Ehrend begann der Rat der Verbandsgemeinde seine gestrige Sitzung

Mit der Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Verbandsgemeinde Birkenfeld würdigte Bürgermeister Manfred Dreier in der VG-Ratssitzung gestern Abend drei langjährige Kommunalpolitiker. Klaudia Schröter gehört seit Juni 1989 ununterbrochen dem Rat ihrer Heimatgemeinde Abentheuer an, seit April 1990 ist sie dort 2. Beigeordnete. Im Gemeinderat von Rimsberg ist auch Harry Franz im mittlerweile 14. Jahr aktiv, seit August 1989 ist der Technische Angestellte darüber hinaus 1. Ortsbeigeordneter. Auf fast 16 Jahre Gemeinderat, allerdings in zwei Etappen, bringt es Ewald Müller. Der Oberbrombacher Agraringenieur gehört(e) von 1984 bis 1996 sowie von 1999 bis heute dem kommunalen Parlament an. (kpm) Foto: Gerhard Ding 

Nahe Zeitung vom 20.03.2003, Seite 21.

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Die 56 Abiturienten Das Abitur bestanden Jochen Antes, Carina Gaukler, Pascal Geibel (alle Abentheuer), Alexander Kreis (Achtelsbach), Jahn Bollmann, Frauke Fels, Katrin Schwerdtner, Christoph Zimmermann (alle Baumholder), Michele Delbé, Lisa Eifler, Julia Großmann, Tanja Jost, Katharina Karg, Alexander Kroonder, Jennifer Kroth, René Maudet, Sebastian Mooser, Matthias Müller, Anne Pick, Hayo Schmitt, Wolfgang Schnellbächer, Sebastian Süße, Marta Warcholinski, Benjamin Westrich (alle Birkenfeld), Nina Burkhart, Martina Dziubany, Thomas Scherer, Svenja Schmidt (alle Brücken), Immanuel Hoffmann (Buhlenberg), Daniel Caspary, Sandra Märker (beide Dienstweiler), Andrea Klein (Heimbach), Johannes Adam, Christoph Borgans, Bettina Hoferichter, Anne Schneider, Nadine Schweig, Silvia Stumm (alle Hoppstädten-Weiersbach), Serjoscha Dehn, Thomas Molitor (beide Leisel), Vanessa Fincke, Katharina Heidrich, Elisa Röhrig, Jana Schneider, Katharina Werle (alle Niederbrombach), Matthew Jones (Nohen), Inga Buschauer, Verena Haben, Mark Strange (alle Nohfelden), Stefanie Früh, Sebastian Schug (beide Reichenbach), Michael Werle, Sebastian Werle (beide Rückweiler), Karoline Loch (Schauren), Christoph Biehl, Matthias Cullmann (beide Schwollen).

 

Elf besser als 2,0 Auszeichnung für herausragende LeistungenBuchpreise der Schule für herausragende Leistungen erhielten Katrin Schwerdtner und Julia Großmann (Notendurchschnitt: 1,2), Alexander Kreis (1,3) und Sebastian Mooser (1,4); sieben weitere Schüler erzielten einen besseren Notendurchschnitt als 2,0. Für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz bekam Immanuel Hoffmann den Preis der Bildungsministerin. Die Schule ehrte Nina Burkhart, Matthias Cullmann, Serjoscha Dehn, Carina Gaukler, Svenja Schmidt, Wolfgang Schnellbächer und Christoph Zimmermann für besonderes Engagement mit Buchpreisen. Den Abiturpreis Sport erhielt Michele Delbé, ein Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ging an Sebastian Mooser. 

Nahe Zeitung vom 31.03.2003, Seite 15.

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Raserdaten landen direkt im Internet         Neuartige Tempofalle in Abentheuer getestet

ABENTHEUER. Seit Jahren sind auch den Bewohnern von Abentheuer die Raser ein Dorn im Auge. Die gut ausgebaute Ortsdurchfahrt lädt geradezu ein, schneller als erlaubt zu fahren. Geschwindigkeitskontrollen der Polizei zeigten nur kurz Wirkung. Die beschreitet nun neue Wege. Jetzt wurde an der L 165 sowohl am Ortseingang aus Richtung Brücken als auch aus Richtung Börfink eine modifizierte Verkehrsüberwachungsanlage installiert. Ein optischen System, in zwei Fahrbahnpfosten installiert, erkennt in Bruchteilen einer Sekunde, mit welcher Geschwindigkeit ein Fahrzeug die Strecke zurücklegt.Durchfährt ein Temposünder die Messstrecke, wird er von einer digitalen Kamera im Bild festgehalten. Die im Vergleich zum alten System sehr preiswerten Digitalbilder werden mit Tempo, Datum und Uhrzeit werden über einen Sender auf die Internetseite www.abentheuer.de/temposuender.html übertragen. Dort sind sie dann für Jedermann abrufbar. Zeitgleich wertet die Polizeiinspektion in Birkenfeld die Daten aus.Bedenken zum Datenschutz wurden zerstreut. Die Kfz-Kennzeichen seien ohnehin frei ablesbar und geben nur Behörden Aufschluss über die Identität des Halters. Die Abentheurer sind sich einig, dass es bei jedem selbst liege, ob er online erfasst werde. Binnen eines Tages wurden so nicht weniger als 14 Temposünder erfasst, fünf davon nachts, zog die Polizei eine erste positive Bilanz. Die Anlage entlastet auch die Beamten, da sie vollautomatisch arbeitet und sich allmorgendlich selbst kalibriert.Allerdings will die Gemeinde nicht mit Bußgeldern finanziellen Nutzen aus der Anlage ziehen: "Wir bauen auf die erzieherische Wirkung der Maßnahme", so ein Sprecher der Ortsgemeinde mit. Derzeit prüfen drei weitere Gemeinden des Landkreises Birkenfeld den Einsatz des Systems.

Nahe Zeitung vom 01.04.2003, Seite 22.


Raser aufgepasst: Eine fest installierte Radaranlage überwacht jetzt den Verkehr.
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Alle Temposünder können aufatmen    Radar-Fotos werden nicht veröffentlicht

ABENTHEUER. Auch wenn die Birkenfelder Verbandsgemeindeverwaltung gestern schon spontan reagierte und ebenfalls um Radarfotos aus Abentheuer bat: Die in der Ortslage bei Radarkontrollen geschossenen Bilder werden auch weiterhin nicht veröffentlicht - schon gar nicht im Internet. Und in den Begrenzungspfosten am Wegesrand sind auch keine Digitalkameras versteckt. Das versicherten gestern führende Gemeindevertreter. 
Einige Reaktionen im Überblick: "Genialer Scherz... Bin voll drauf reingefallen! Obwohl ich auf den alljährlichen April- Scherz in der Zeitung vorbereitet war" - so lautete eine E-Mail an den Heimatverein Abentheuer, deren Vorsitzender Ulrich Jörg die Idee für den Gag hatte. Unter den vielen Zuschriften war auch eine aus dem Ordnungsamt Idar-Oberstein, das im Stadtgebiet Geschwindigkeitskontrollen vornimmt: "Ich habe mich zwar über die Aussagen zum Datenschutz gewundert, geklickt hat es bei mir aber erst nach dem Klick auf die Internet-Seite des Heimatvereins." 
Aus dessen Mitte kam die Idee zu dem Aprilscherz um die neue, kostengünstige "Rund-um-die Uhr-online- Radaranlage". Denn eines an der Geschichte war leider nur zu wahr: Auf der gut ausgebauten Ortsdurchfahrt wird gerast - und die Abentheurer haben es gründlich satt. Und wenn auch die Hochtechnologie noch etwas auf sich warten lässt, das Einspeisen von Raserbildern im Internet anders als gestern dargestellt noch das eine oder andere juristische Problem aufwerfen dürfte, so ist doch sicher, dass die Polizei ein Auge auf Raser haben wird. Und die werden dann tatsächlich zur Kasse gebeten. Ohne Scherz. 

Nahe Zeitung vom 02.04.2003, Seite 21. 

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Viele Reaktionen auf einen "genialen April-Scherz"

Temposünder-Seiten im Internet: Manche suchten Leitpfosten nach versteckten Kameras ab - Hompepage war der Renner

ABENTHEUER. Überwältigt zeigte sich Ulrich Jörg, Vorsitzender des Heimatvereins Abentheuer, von der Resonanz auf den Aprilscherz "Raserdaten landen direkt im Internet" in der Nahe-Zeitung: Zum einen übertraf es seine kühnsten Erwartungen, wie oft die Temposünder-Seiten angeklickt wurden. Zum anderen bestätigten dies zahlreiche Einträge ins Gästebuch von www.abentheuer.de und sonstige Reaktionen, dass seine Fiktion voll ins Schwarze traf. Viele sprachen von einem "genialen Scherz", immer wieder war vom "besten Aprilscherz aller Zeiten" die Rede - und die meisten räumten ein, der Falschmeldung aufgesessen zu sein. "Eine tolle Idee", lobte auch Ortsbürgermeister Klaus Goldt, der sich aber nicht in den April schicken ließ: "Als ich ich die Internet- Adresse las, war mir alles klar." Hoffnungen, die Aktion könne der Raserei in der Ortsdurchfahrt über den 1. April hinaus Einhalt gebieten, hegt der Gemeindechef nicht.

Wie Anrainer beobachtet haben wollen, suchten sogar Bürger die Leitpfosten nach Kameras ab. Unter der Überschrift "Freigang für Enten" bescheinigte der Heise- News-Ticker der Nahe-Zeitung, im Vergleich zum Aprilscherz des SWR: "Die Rhein- Zeitung, Ausgabe Nahe-Zeitung, schrammt dagegen mit ihrem Scherz noch knapper an der Realität vorbei. In den USA in manchen Staaten für manche Straftäter bereits Usus, sollen hierzulande Temposünder bereits sechs Minuten nach ihrem Vergehen mit Fotos und gemessener Geschwindigkeit online präsentiert werden."

Jener Link von www.heise.de , berichtet Jörg, sorgte dafür, dass der Heimatverein auf seiner Seite, die den Scherz aufdeckte, am 2. April mit 1099 noch mehr Zugriffe als am 1. April zählte - da waren es 699 zwischen 6.23 und 23.59 Uhr. Der erste Klick, den der Online-Dienst des auf Computer und Telekommunikation spezialisierten Heise Zeitschriften Verlag auslöste, stammt vom 1. April um 20.08 Uhr: "Insgesamt hatten wir rund 900 Seitenaufrufe über Heise", bilanziert Jörg.
 


Nahe Zeitung vom 07.04.2003, Seite 15.

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Die Pressechronik gibt's zum Jubiläum des Heimatvereins

                            Fleißig in der Nahe-Zeitung gestöbert: Präsentation ist am 13. Juli

ABENTHEUER. Der Heimatverein Abentheuer feiert sein 30. Vereinsjubiläum. Als Fremdenverkehrsverein 1973 gegründet, waren die etwa 20 Gründungsmitglieder unter den ersten, die sich dem Tourismus im Land des blauen Löwen verschrieben. Mit einem Farbprospekt machten die Abentheuerer auf sich aufmerksam.  Zahlreiche Gruppen besuchten das kleine Hunsrückdorf. Aus Berlin oder Schwendt, aus Weiskirchen oder Haltern kamen die Gäste, die sich zum Teil auch in Zeltlagern am Ortsrand wohlfühlten. Geführte Wanderungen, Heimatabende, Ausflüge an Rhein und Mosel und vieles mehr wurden den Besuchern geboten. Nicht zuletzt wegen rückläufiger Besucherzahlen änderten sich 1993 die Ziele und auch der Namen des Vereins. Fortan war man als Heimatverein Abentheuer aktiv. Mit dem Gasthaus Jedermann, das alljährlich am 30. April und 1. Mai seine Pforten geöffnet hat, trägt man wesentlich zur Geselligkeit bei. Der Suppensonntag, ein Abentheuer-Preisausschreiben oder die Dorfrallye sind nur einige Beispiele der Kreativität der Mitglieder. In den 30 Jahren seines Bestehens hat der Verein nicht weniger als umgerechnet 20 000 Euro in das Dorf investiert. Ob an der Trauntalhütte, durch den Ankauf von Bänken, die Pflege von Wanderwegen - sehr vielseitig waren die Einsätze. Seit 2000 pflegt der Heimatverein auch die Internetseite des Dorfes unter www.abentheuer-online.de . Ein Besuch lohnt sich. Neben Berichten aus der Nahe-Zeitung, viel Informationen zur Geschichte des einmaligen Ortes findet man hier stets aktuelle Bildberichte zu Veranstaltungen. Das Jubiläumsjahr ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz besonderes für den größten Verein der Gemeinde. Nach einem harmonischen Generationswechsel legte der Gründungsvorsitzende Günther Joerg nach 30 Jahren sein Amt nieder und gehört dem Vorstand fortan als Ehrenvorsitzender an. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren darf die Fußgruppe des Vereins, zusammen mit anderen, den Landkreis Birkenfeld anlässlich des 20. Rheinland-Pfalz-Tages in Koblenz vertreten.
Alte Spielsachen
Am 15. Juni werden die Abentheuerer mit ausnahmslos selbst gewerkelten Spielsachen aus der "guten alten Zeit" am Festumzug teilnehmen. Da gibt es ein Wiedersehen mit Dosentelefonen, Stelzen, Holzrollern oder uralten Teddys. Es besteht die Möglichkeit, die Gruppe nach Koblenz zu begleiten. Das Programm des Rheinland-Pfalz- Tages wird für jeden etwas bieten: Kleinkunst, Musik, Handwerk...

Als besonderes Schmankerl und als Höhepunkt im Jubiläumsjahr haben sich die Hüttner etwas ganz besonderes einfallen lassen. Im Rahmen des alljährlichen Vereinspicknicks wird eine Pressechronik mit Beiträgen ausschließlich aus der Nahe-Zeitung herausgegeben. Dazu wurden für den Zeitraum von 1973 bis 2002 viele 1000 Zeitungen gewälzt und hunderte von relevanten Artikeln herausgesucht. Diese einmalige Arbeit ist eine umfassende Darstellung - beispielsweise des Kindergartens Abentheuer, des Jugendfördervereins, der Sängervereinigung und natürlich des Heimatvereins in der Heimatpresse. Jubiläumsfeste des legendären Männerquartetts, der Sängervereinigung finden ebenso ihren Platz wie Berichte über Menschen des Dorfes, Preisträger, Dorfentwicklung, Leserbriefe und vieles mehr. Im Beisein zahlreicher Gäste wird diese Pressechronik am Sonntag, 13. Juli, um 10 Uhr im Gasthaus Hess vorgestellt. Die Sängervereinigung Abentheuer wird die Feier musikalisch umrahmen. Im Anschluss lädt der HVA zu einem kleinen Umtrunk ein. Dabei kann die Pressechronik zum Preis von 15 Euro erworben werden.
Gegen 11.30 Uhr wird das Jubiläum an der Trauntalhütte zünftig gefeiert. Attraktiver kann es für die Mitglieder kaum werden, wenn Essen und Getränke zu niedrigen Preisen wie vor 30 Jahren angekündigt werden. Um entsprechend planen zu können, benötigt der Vorstand des Vereins hierfür bis Montag, 30. Juni, eine verbindliche Anmeldung, insbesondere zur Feier an der Trauntalhütte.

Weitere Informationen: Ulrich Joerg, Telefon 06782/40794, oder per E-Mail unter: heimatverein@abentheuer-online.de

Nahe Zeitung vom 02.06.2003, Seite 21.

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Elternabend kam gut an

ABENTHEUER. Sehr großen Zuspruch seitens der Elternschaft fand ein Elternabend im Kindergarten Abentheuer zum Thema "Lieben, Kuscheln, Schmusen, - Hilfen zum Umgang mit der kindlichen Sexualität". Gemeinsam mit Rinne Bronger-Müller von der Pro-Familia Beratungsstelle Idar-Oberstein erörterten die Anwesenden in angenehmer Atmosphäre Fragen, die mit diesem Teil der kindlichen Gesamtentwicklung im Zusammenhang stehen. Bei der Arbeit in Kleingruppen und dem anschließenden Austausch im Plenum bekam sicherlich jede(r) Teilnehmer wertvolle Anregungen für den Alltag mit den Kindern.

Nahe Zeitung vom 03.06.2003, Seite 21.

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Heidi Rüther setzt nun auch auf andere Techniken

Bei ihrer jüngsten Vernissage in ihrem Abentheuerer Atelier zeigte sich die Künstlerin Heidi Rüther von einer bisher bei ihr noch nicht gekannten Seite. Neben einer Reihe typischer Aquarelle mit weich ineinander fließenden Farben, die sich bei mehreren winterlichen Hunsrückimpressionen wiederspiegeln, setzte sie erstmalig mit neuen Techniken andere Schwerpunkte. Beispielsweise mit ihren Radierungen durch klare, graphisch akzentuierte Linien und Formen. "Neuland" sind auch ihre Mutter-Kind-Motive und ihren Studien zum Thema Mensch, die sie mit mehreren Aktdarstellungen verdeutlicht. Und dazu farbenfroh ihre Darstellungen aus dem Süden Europas, erstmalig auf geschöpftem Papier, interessant in Szene gesetzt vor sienafarbenem Hintergrund. (pl)

Nahe Zeitung vom 05.06.2003, Seite 15.

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Die Senioren erwartete beim bunten Nachmittag des DRK-Ortsvereins Birkenfeld einmal mehr ein kurzweiliges Programm Leierkasten und volkstümliche Töne                Kaffee und Kuchen dank Spendern kostenlos

BIRKENFELD. Beim Seniorennachmittag des DRK-Ortsvereines Birkenfeld am vergangenen Samstag gab es wieder ein volles Programm, dazu Kaffee und Kuchen - und alles kostenlos. Denn mehr als 20 Kuchen oder Torten waren von den Helferinnen, teilweise auch von Mitwirkenden und Besuchern, gespendet worden. Leider waren nicht so viele Bürger der Einladung des Ortsvereins gefolgt.

Vorsitzender Egon Georg führte durch das sehr abwechslungsreiche Programm. Nach seiner Begrüßung, unter anderem auch Bewohner aus den Altenheimen Haus Schönewald in Birkenfeld und dem St. Annahaus in Hoppstädten- Weiersbach, trat als erster "abentheuerlicher"  Unterhalter Clemens Hess aus Abentheuer auf. Der Sänger von Heimatliedern trug "Das Dorf, wo die weißen Rosen blühen" vor, und führte dann auch die nächste Gruppe, die "Notenquäler aus Abentheuer" unter Leitung von Ulrich Jörg, ein. Auch sie erhielten viel Beifall für ihren lustigen Auftritt.
Nach dem Seniorentanz folgte der Leierkastenspieler Berthold Soine mit bekannten Weisen, ehe die Damen des Sozialdienstes unter Leitung von Gaby Christ Kaffee und Kuchen servierten. Weiter ging es mit einem Sketch von Lore Thomas und Inge Hardt, beide aus Abentheuer. Nach einem Einzelvortrag von Irene Kloos und zwei weiteren Auftritten der Senioren-Gymnastikgruppe folgte ein kleines, spontan vorgetragenes Gedicht über den Löwenzahn und wieder Berthold Soine am Leierkasten. Die Zeit verging im Nu. Clemens Hess stimmte noch bekannte Weisen - teils zum Mitsingen - mit seiner Partnerin Silke Thomas an. Zum Finale erhielten alle Mitwirkenden viel Beifall. Der Vorsitzende dankte ihnen, dem Sozialdienst, allen Helferinnen, dem Fahrdienst und den Kuchenspendern.

Nahe Zeitung vom 06.06.2003, Seite 22.


Zum Seniorennachmittag trat die Seniorengymnastikgruppe Abentheuer/Brücken unter Leitung von Gisela Schüssler auf die Bühne und erfreute die Besucher mit rhythmischen Tänzen.  Foto: Jürgen Pauly 
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Vorfreude auf Festumzug

Rheinland-Pfalz-Tag in Koblenz: Drei Gruppen aus dem Kreis Birkenfeld repräsentieren die Region.   In Koblenz feiert der Rheinland-Pfalz-Tag an diesem Wochenende sein 20. Jubiläum. Der Landkreis Birkenfeld wird dem traditionellen Festumzug am Sonntag, der mit mehr als 4000 Teilnehmern den Höhepunkt des größten Landesfestes bildet, mit drei Repräsentanten seinen Stempel aufdrücken.
KOBLENZ/KREIS BIRKENFELD. Während der Heimatverein Abentheuer nach 2001 nun zum zweiten Mal in den Genuss eines Landesfestes kommt, und die Stefan- Morsch-Stiftung gar schon 1997 in Pirmasens ihr Debüt gab und seitdem kontinuierlich mit von der Partie ist, betritt die "historische Schleifergruppe" am Deutschen Eck Neuland. Bei ihrer Premiere wird die Gruppe in traditioneller Schleifertracht die Deutsche Edelsteinkönigin Sonja Drachenberg eskortieren. Zugleich bietet sich dem Team die Gelegenheit, "auf unsere schöne Gegend im Hunsrück aufmerksam zu machen", weist Edelstein- und Schmuckhändler Martin Schupp aus Kempfeld auf einen positiven Nebeneffekt des Auftritts hin. Mit Zugnummer 25 präsentiert sich ab 13 Uhr die Stefan Morsch-Stiftung, deren 30-köpfige Gruppe bereits zum fünften Mal vom Birkenfelder Römerorchester mit selbst geschriebenen Texten und volkstümlicher Musik begleitet wird.
Schon vor sechs Jahren, als sich die Mainzer "Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe des Paritätischen Wohlfahrts- verbandes", kurz KISS, nach gemeinnützigen Einrichtungen umsah, zeigte sich die Hilfe für Leukämiekranke einer riesigen Menschenmenge vor Ort und im TV. "Die Mainzer haben uns unter ihre Fittiche genommen - und das läuft ganz gut", erklärt Emil Morsch zufrieden. Der Stiftungschef wird selbst mit einem Ford Galaxy innerhalb der 56 Einheiten umfassenden Gruppe von sozialen Einrichtungen als Versorgungs- und Verbindungsmann unterwegs sein. Eine Vorhut seiner Mitarbeiter hat bereits gestern seine Zelte am Florinsmarkt aufgeschlagen, wo sich ein Informationsstand der Stiftung als Teil eines riesigen Selbsthilfe-Tischs darstellt. Potenziellen Spendern wird die Möglichkeit geboten, sich an einer Blutabnahme-Stelle registrieren zu lassen.
Spielende Kinder
Ähnlich gute Erinnerungen an vergangene Umzüge wie Emil Morsch blieben auch bei Ulrich Jörg hängen. Der Vorsitzende des Heimatvereins Abentheuer schwärmt noch heute von der "total guten" Stimmung in Landau vor zwei Jahren, als die "Hittner" als Schulklasse aus den 30ern ein absoluter Blickfang waren. Der Festumzug bildet für den ehemaligen Fremdenverkehrsverein im Jahr seines 30- jährigen Bestehens ein wahres Highlight. "Das wird ein Event", freut sich Jörg, der sich heute mit gut der Hälfte der Fußgruppe, die 34 Personen zählt, auf Burg Ehrenbreitstein am Deutschen Eck einquartiert. Unter dem Motto "spielende Kinder und Kinderspiele aus der guten alten Zeit" wird die Zugnummer 18 den gut zwei Kilometer langen Weg von der Balduinbrücke bis zur Mainzer Straße zurücklegen.
Einen Vorgeschmack liefert er, wie seine Crew auf sich aufmerksam machen möchte: "Zu unserem Repertoire gehören beispielsweise ein restaurierter Kinderwagen vom Sperrmüll oder ein Handy aus den 50ern - seit November wird überall im Dorf genäht und gekramt." Auf großes Interesse stieß der Besuch des Festes, bei dem 300 000 Besucher erwartet werden, auch bei der Dorfbevölkerung: In dem eigens gecharterten Bus, mit dem die restlichen Mitglieder der Fußgruppe und Zuschauer am Sonntag anreisen, sind nur noch wenige Plätze zu ergattern. (pg)

Nahe Zeitung vom 14.06.2003, Seite 12

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Abentheurer Heimatverein beim großen Festumzug in Koblenz dabei

Die Deutsche Edelsteinstraße hatte zum großen Umzug nach Koblenz ihre charmanteste Vertreterin entsandt: Edelsteinkönigin Sonja Drachenberg. Sie grüßte die vielen Menschen an der Strecke des großen Umzugs beim Rheinland-Pfalz-Tag in Koblenz, begleitet von einer historischen Schleifergruppe. Außerdem kam aus dem Kreis Birkenfeld der Heimatverein Abentheuer (Bild), der spielende Kinder und Kinderspiele aus der guten alten Zeit zeigte.  Foto: Herbert Piel

Nahe Zeitung vom 16.06.2003, Seite 1.

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"Hittner" waren Blickfang im Festumzug

Stefan-Morsch-Stiftung fühlte sich vom Landesvater beim Rheinland-Pfalz-Tag besonders geehrt
KOBLENZ. Einmal mehr machten die Repräsentanten des Kreises Birkenfeld beim 20. Rheinland-Pfalz-Tag in Koblenz auf ihre Heimat aufmerksam. Beim Festzug am Sonntag waren die "spielenden Kinder" des Heimatvereins Abentheuer ein Blickfang. "Es musste kein Funken auf die Zuschauer überspringen - das Ding hat gebrannt", resümierte Vorsitzender Ulrich Jörg euphorisch.
Die "Hittner" hoben sich mit ihren kostümierten spielenden Kindern von den restlichen Zugnummern ab. Dem überwiegend älteren Publikum führten sie mit "Kinderspielen aus der guten alten Zeit" die Jugend vor Augen. So sorgten Günther Breitkopf mit Stelzen und Oliver Katruff mit Blechbüchsen unter den Füßen immer wieder für Beifall. Der Auftritt des ehemaligen Fremdenverkehrvereins gefiel auch dem SWR: Vor der Ehrentribüne kam die Moderatorin bei laufender Kamera auf die Gruppe zu und versuchte, einige Meter auf den Stelzen zu marschieren. Den Kommentar überließ sie Ulrich Jörg, dem sie spontan das Mikrofon in die Hand drückte.
Wie schon 2001 in Landau, ließ es sich inisterpräsident Kurt Beck auch diesmal nicht nehmen, die Drehorgel von Berthold Soine zu spielen. "Das war Beck live", freut sich Jörg über die Geste des leutseligen Landesvaters.
Seine gesellige Seite demonstrierte dieser auch der Stefan-Morsch-Stiftung, die gemeinsam mit dem Römerorchester durch Koblenz zog: Beck erhob sich von der Ehrentribüne, um sich bei Stiftungschef Emil Morsch ausdrücklich für das Engagement für Leukämiekranke zu bedanken.
"Ich war in diesem Moment erst mal konsterniert über diese Geste", beschreibt Morsch seine Gemütslage. "Wenn man sieht, dass alle anderen Gruppen auf den Ministerpräsidenten zugehen müssen, um sich ihre Dankesworte abzuholen, und er extra an unser Auto kommt, dann bewegt mich das schon." Negativ stieß dem Vorstandsvorsitzenden dagegen die Übertragung im SWR auf, bei der die Kommentatoren die Zuschauer über die Aktivitäten der Stiftung im Dunkeln ließen.
Außerdem missfiel nicht nur ihm die unzureichende Getränkeversorgung während des Festzugs: "Obwohl Versorgungsstationen angekündigt wurden, mussten wir bei dieser drückenden Hitze mit trockener Kehle singen." Geehrt fühlt sich Morsch, dass die Stiftung einen derart hohen Identifikationswert besitzt: "Ich habe immer wieder Gespräche mit Zuschauern am Rand geführt, die bei uns als Spender registriert sind oder einfach mit der Stiftung was anfangen können." (pg)

Nahe Zeitung vom 17.06.2003, Seite 15.

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Gehört und notiert von Karsten Schultheiß

Amerikaner waren beim Festzug sofort integriert Perfektes "Platt"
Noch immer schwärmt Ulrich Jörg , der Vorsitzende des Heimatvereins Abentheuer, die am Sonntag am Festzug des Rheinland-Pfalz-Tags in Koblenz teilnahmen, "von der unbeschreiblichen Begeisterung", die die Fußgruppe als "spielende Kinder" beim Publikum auslöste. Mit dabei waren auch zwei Amerikaner, die zu Besuch kamen und spontan die Fahrt ans Deutsche Eck mitmachten.    Jeffrey Heath , der auch nach zehn Jahren in Tennessee noch perfekt "Hittner Platt" spricht, verbringt regelmäßig einen Teil seiner Semesterferien - der 23-Jährige studiert Betriebswirtschaft - in dem Ort, wo er aufwuchs. Auch sein Vater hängt noch an Abentheuer und trägt sich mit dem Gedanken, dort seinen Ruhestand verbringen. Sofort integriert war auch, obwohl nicht der deutschen Sprache mächtig, auch der Texaner Bryan Hutch . Als ob die beiden vom ersten Tag an dabei wären", erzählt Jörg. Ein besonderes Erlebnis war auch die Übernachtung der 18- köpfigen Vorhut in der Jugendherberge auf der Festung Ehrenbreitstein, die 16 anderen Teilnehmer reisten im Bus nach.


Noch immer schwärmt Ulrich Jörg, Vorsitzender des Heimatvereins Abentheuer, der am Sonntag am Festzug des Rheinland-Pfalz-Tags in Koblenz teilnahm, "von der unbeschreiblichen Begeisterung", die die Fußgruppe als "spielende 

Kinder" beim Publikum auslöste. Nahe Zeitung vom 21.06.2003, Seite 15.

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...notiert vom Göttenbach-Männchen  (AUSZUG)

.........................       Hellauf begeistert
Ein "Riesenkompliment" zollte Martin Schupp, der mit Gleichgesinnten in traditioneller Schleifertracht am Festzug teilnahm, dem Management des Rheinland- Pfalz-Tags in Koblenz: "Alles war perfekt durchorganisiert." Nicht nachzuvollziehen vermochte der Kempfelder die verbreitete Kritik, es habe zu wenig Verpflegungsstationen gegeben.
Besonders beeindruckt zeigte er sich von der einzigartigen Atmosphäre. Neben dem Höhepunkt, einem längeren Aufenthalt an der Ehrentribüne mit Ministerpräsident Kurt Beck, blieb dem Mann aus dem Tross der Deutschen Edelsteinkönigin Sonja Drachenberg Tross der viele Applaus in bester Erinnerung, den Majestät erntete, als sie Edelsteine verteilten. Selbstverständlich stellt sich der 56-Jährige auch in Zukunft zur Verfügung, wenn es darum geht, "am Rheinland-Pfalz-Tag" auf die Deutsche Edelsteinstraße aufmerksam zu machen, was für unsere Region ein Muss ist". Auch die Fußgruppe des Heimatvereins Abentheuer imponierte dem Edelstein- und Schmuckhändler: "Ein richtiges Mitmach-Programm, das eine enorme Begeisterung hervorrief."

Nahe Zeitung vom 21.06.2003, Seite 12.

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AUSZUG

Im Jahre 1999 rief Elchweilers Ortsbürgermeister Eitel Stockmar zum ersten Mal seine Kollegen zum freitäglichen Stammtisch im "Treff" am Talweiherplatz    So gewohnt wie der Gang zum Rathaus      Gedankenaustausch und Geselligkeit wird groß geschrieben
Jene "zweite Verwaltung", die ein Zaungast einmal hinter der Runde am Ecktisch vermutete, sind die Herren Ortsbürgermeister nicht. Obwohl an ihrem Stammtisch bisweilen auch politisiert wird.

BIRKENFELD. Jeden Freitag das gleiche Bild: So kurz nach elf trudeln sie ein. .......................Geselliges Beisammensein, aber auch Möglichkeit zu einem zwanglosen Erfahrungsaustausch hat sich der Bürgermeister-Stammtisch auf die Fahnen geschrieben, den anno 1999 der Elchweilerer Eitel Stockmar ins Leben rief. Weil sich am Freitagmorgen viele der nicht mehr berufstätigen 31 Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde-Verwaltung an der Schneewiesenstraße einfanden, um Dienstgeschäfte zu erledigen und Postfächer zu leeren, regte er dieses "gemeinsame Bier nach dem Rathausbesuch" an.

Die Idee zündete: Immer mehr folgten der Einladung. Wohl nicht zuletzt, so erklärt Klaus Goldt aus Abentheuer, weil derart zwanglose Treffen beispielsweise nach den mit Tagesordnungspunkten voll gepackten Bürgermeisterdienstbesprechungen kaum mehr möglich sind. Anfangs wurde noch öfters politisiert - "aber das hat sich gelegt", posaunt aus dem Hintergrund Karl Jaekel, kommunalpolitisches Urgestein aus dem unteren Hambachtal und Spassvogel der Runde...........


Etwa ein Dutzend Ortsbürgermeister kommen an gewöhnlichen Freitagen zu Stammtisch, berichtet Eitel Stockmar, Ortsbürgermeister von Elchweiler, der die Treffen 1999 ins Leben rief.  Foto: Reiner Drumm

Nahe Zeitung vom 05.07.2003, Seite 17

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Gäste sangen ein Ständchen Heimatverein Abentheuer feierte sein 30-jähriges Bestehen

ABENTHEUER. "Informieren über die Vergangenheit, dokumentieren der Gegenwart und investieren in die Zukunft." Diese drei Punkte hat sich der Heimatverein Abentheuer zur Aufgabe gemacht.

Zum 30-jährigen Bestehen, das die Abentheuerer am Sonntag gebührend feierten, war eine Pressechronik zusammengestellt worden. Darin enthalten sind sämtliche Artikel über Abentheuer, die zwischen 1973 und 2002 in der Nahe- Zeitung erschienen sind. Zahlreiche Ehrengäste waren zur feierlichen Übergabe ins Gasthaus Hess gekommen. Die Veranstaltung wurde vom Gemischten Chor der Sängervereinigung Abentheuer unter Leitung von Stefan Mörschbecher eröffnet. 
Danach ergriff Ulrich Jörg, Vorsitzender des Heimatvereins, das Wort. Er berichtete aus der Geschichte der Vereinigung, die zuvor Fremdenverkehrsverein hieß, und wie sich die Ziele im Laufe der Zeit verändert haben. Damals leitete Günther Jörg, der heute Ehrenmitglied ist, den Verein. Anschließend hielt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld, Manfred Dreier, eine kurze Ansprache. Er gratulierte dem Verein und lobte dessen Engagement. Diesen Worten schloss sich auch Ortsbürgermeister Klaus Goldt an, der die Bedeutung des Vereins im Dorfleben unterstrich. Adolf Grub vom Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und machte auf das große Engagement bei den verschiedensten Veranstaltungen aufmerksam. Karsten Schultheiß von der Nahe- Zeitung berichtete von der Entstehung der Pressechronik und erwähnte die vielen Freiwilligen, die trotz des großen Zeitaufwands bis zum Schluss mitgeholfen haben. Im Anschluss an die Reden der Ehrengäste brachte Klemens Hess, der mit viel Humor durchs Programm führte, ein Ständchen dar. Beim Refrain des selbst verfassten Liedes "Abentheuer, ei wo leid dann dat" stimmte der ganze Saal mit ein.

Dann übergab der Heimatverein die Chronik an die Ehrengäste. Landrat Axel Redmer wurde ein Spendenscheck in Höhe von 300 Euro übergeben. Dies entspricht dem Erlös aus dem Verkauf der Chroniken und soll in die Kasse des Jugendfreizeitlagers Hattgenstein fließen. Der Männerchor der Sängervereinigung Abentheuer schloss das Programm im Gasthaus Hess ab, dann begann der Verkauf der Chroniken. Zum Mittagessen an der aufwendig dekorierten Trauntalhütte stand ein üppiges Büffet bereit. Fotos von zahlreichen Veranstaltungen, bei denen der Heimatverein Abentheuer in den vergangenen Jahren mitgewirkt hat, wurden in der Hütte ausgestellt. Beim gemütlichen Zusammensein klang das Jubiläumsfest am Nachmittag aus. (vmt)


Ulrich Jörg, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Abentheuer, überreichte
den Ehrengästen jeweils ein Exemplar der noch druckfrischen Pressechronik.

Wörtlich:
" Die Gegenwart ist die Geschichte von morgen. " Ortsbürgermeister Klaus Goldt bei der Übergabe der Pressechronik.

Nahe Zeitung vom 16.07.2003, Seite 20.

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Große Ehre      Mitglieder belohnt

BRÜCKEN. Die Jahreshauptversammlung, zu der der VdK- Ortsverband Brücken seine Mitglieder ins Gemeindezentrum der evangelischen Kirche in Brücken eingeladen hatte, war hervorragend besucht. Vorsitzender Klaus Justen konnte 65 Mitglieder willkommen heißen. Als Revisoren neu gewählt wurden Rudolf Fuchs und Helmut Steffen, beide aus Brücken. Insgesamt sieben Mitglieder wurden für zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Peter Gaukler aus Abentheuer wurde auf Grund seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Elfriede Hohaus aus Brücken erhielt die Ehrennadel des VdK- Kreisverbandes Birkenfeld für 25-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband. Zum Abschluss wurde die geplante Tagesfahrt ins Brohltal besprochen. Danach klang der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen aus.

Nahe Zeitung vom 16.07.2003, Seite 21

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Prüflinge noch besser als sonst Alle elf Jungjäger waren überdurchschnittlich

KREIS BIRKENFELD. Die Jägerprüfung 2003 war ein voller Erfolg: Alle elf Kandidaten bestanden mit überdurchschnittlichen Leistungen die auch "Grünes Abitur" genannte Prüfung, die unter der Leitung von Kreisjagdmeisterin Heiderose Hügel mit dem praktisch/mündlichen Teil in "Bernds Mühle" bei Rhaunen abgeschlossen wurde. Lehrgangsbester wurde Dieter Keller, der von der Kreisgruppe mit einem Buchpreis belohnt wurde.
Folgende Jungjäger haben bestanden: Miron Betuik, Julian Hahn, Kurt Späth (alle Idar-Oberstein), Heinrich und Klaus Dörr (Simmertal), Alex und Wolfgang Ehwein (Schmidthachenbach), Jürgen Heisinkveld (Niederwörresbach), Dieter Keller (Rückweiler), Erik Reichel (Birkenfeld) und Reinhold Traut (Abentheuer). Die Jungjäger wurden mit dem traditionellen "Jägerschlag", dem "Jägerbrief" des Landesjagdverbandes und dem wohl wichtigsten Dokument, dem Jagdschein, ausgestattet und im Beisein vieler Angehöriger und Lehrherren mit guten Wünschen entlassen.
Ein Dankeschön verdienten sich auch die Schießobleute Joachim Rosemann und Horst Stein, die Lehrherren sowie ganz besonders Karl-Peter Mayer für den sehr erfolgreichen Unterricht, der sich über viele Monate erstreckte.
Kreisgruppenvorsitzender Helmut Billert bedankte sich bei der Kreisjagdmeisterin, bei Jörg Kuchenbäcker von der Unteren Jagdbehörde und dem Team "Bernds Mühle" für die Organisation und die vorzügliche Versorgung. Der feierliche Abschluss der Prüfung wurde von den Rhaunener Jagdhornbläsern unter Hornmeister Nikolaus Meiren musikalisch gekonnt umrahmt.

Nahe Zeitung vom 31.07.2003, Seite 11.

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20 Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-Stiftung absolvierten erfolgreich die Prüfungen zu Staatlich geprüften Ergotherapeuten      Jetzt sind sie alle fit für die Therapie    Im September feiert Sozialfachschule Jubiläum

BIRKENFELD. An der Bildungsstätte für Sozialwesen der Elisabeth-Stiftung des DRK in Birkenfeld haben 20 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung zum Staatlich anerkannten Ergotherapeuten und zur Staatlich anerkannten Ergotherapeutin erfolgreich abgeschlossen.
Dazu gehören Monika Birringer (Saarwellingen), Rina Bock (Ramstein), Sarah Dauenhauer (Rieschweiler-Mühlbach), Julia Dunger (Herrstein), Bernd Gläser (Buchholz), Michaela Hockertz (Schwirzheim), Elisa Keßler (Hoppstädten-Weiersbach), Svenja Korff (Birkenfeld), Daniela Kühn (Brücken), Stephanie Lenard (Konz), Barbara Marx (Trier), Petra Mehlhorn (Hornburg), Susanne Nees (Idar-Oberstein), Roland Regner (Altenglan), Miriam Schnabel (Patersbach), Nina Schneider (St. Wendel), Katrin Stüber (Abentheuer), Romi Tommack (Frankfurt/Oder), Kathrin Veit (Erdesbach) und Heiderose Weiß (Thalfang).
Die Schüler erwarben in der Ausbildung medizinische, psychologische, pädagogische und soziologische Kenntnisse, lernten handwerklich- gestalterische Fähigkeiten und verschiedene ergotherapeutische Behandlungsverfahren. Im körperlichen, kognitiven und sozio-emotionalen Bereich bietet der Therapeut entsprechende Lern- und Trainingsfelder. Die Sozialfachschule mit den Bildungsgängen Ergotherapie und Altenpflege feiert im September im Rahmen eines Tages der offenen Tür an der DRK-Elisabeth-Stiftung ihr Jubiläum zum 25. Geburtstag. Die Schule ist auch vom Weltverband der Ergotherapeuten anerkannt. Interessenten für den Kurs 2004/2007 (Mindestalter 17 Jahre, Mittlere Reife) können sich ab Januar 2004 bei der Bildungsstätte für Sozialwesen an der DRK-Elisabeth- Stiftung bewerben.
Restaurieren vor Publikum: Beim Museumstag am Sonntag, 14. September, lassen sich sieben Handwerker aus der Region über die Schulter schauen   Besucher dürfen alte Schätze mitbringen

Helfer sorgen für die Bewirtung der Gäste und die Unterhaltung der Kinder .............             ....
BIRKENFELD. Zu einer Vorbesprechung mit Bibliotheksverwalter Hisso von Selle, Museumsverwalter Richard Schuch und dem Vorsitzenden des Vereins für Heimatkunde im Kreis Birkenfeld, Adolf Grub, trafen sich am Mittwochabend Christine Steffenhagen, Petra Stumm, Stefan Dehn, Herbert Loch und Rolf Hartenberger. Neben der bereits laufenden Sonderausstellung können die Besucher des diesjährigen Tages des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, von 11 bis 18 Uhr den historischen Handwerkskünsten der insgesamt sieben Aussteller zuschauen - eine gute Gelegenheit zur Information und Inspiration........       ............
Für die Bewirtung und die Unterhaltung der Kinder sorgen neben den Helfern vom Verein für Heimatkunde auch Mitglieder des Heimatvereins Abentheuer. Unter Federführung von Ulrich Jörg und Günter Breitkopf können die jüngeren Besucher zum Beispiel auf Stelzen laufen, mit der Strickliesl handarbeiten oder sich mit den Steckenpferdchen Rennen liefern. (es)   Beim Tag des offenen Denkmals am 14. September ist das Museum Birkenfeld von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Nahe Zeitung vom 20.08.2003, Seite 21.

Romantik wie im Western Zum Mekka der Country- und Western-Gemeinde wurde jetzt erneut die Wiese der Familie Buch in Abentheuer. Einen Abend lang fanden dort die Fans von Lagerfeuerromantik, Cowboyballaden und Bourbon, was ihr Herz begehrt. Whiskey-Spezialist Heinz Taubenheim hatte seine besten Flaschen dabei, der in den USA geschulte Pedal-Steel- Gitarrist Jürgen Schmidt sowie Jim Everett und seine Band die schönsten Songs "west of Missouri". Auch die Tanzgruppe "Dancing Boots" (Foto) sorgte für Stimmung beim Fest. (kpm)  Foto: Gerhard Ding

Nahe Zeitung vom 21.08.2003, Seite 15.

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Von Sonnenaufgang bis Mitternacht

Von seiner Bedeutung mit dem christlichen Weihnachten vergleichbar ist das Fest Krishnas Erscheinung, dass dieser Tage im Tempel der Hare-Krishna-Gemeinde in Abentheuer gefeiert wurde. Von Sonnenaufgang bis Mitternacht zogen sich die Prozessionen und Zeremonien hin. Aber auch eigens aus Indien angereiste Gäste, die über die Lehren Krishnas philosophierten, gehörten zum Programm.  Foto: Joachim Eiler

Nahe Zeitung vom 29.08.2003, Seite 23

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Festtag mit Mantraliedern            Krishnas Erscheinungstag mit gut besuchtem Festival im Tempel gefeiert

ABENTHEUER. Unter den 250 Besuchern des Festivals im Radha-Krishna-Tempel waren sehr viele Tagesgäste. Krishnas Erscheinungstag wurde gefeiert. Krishna ist ein Sanskritname Gottes und bedeutet "Der Allanziehende". Die Bildgestalten Radha und Krishna waren umgeben von einem Meer aus Blumen. Den ganzen Tag wurde Krishna in einer bunten Reihe von Ereignissen gefeiert. Die Besucher hörten spannende Geschichten von Saciandana Swami, einem 50-jährigen Mönch.
In einer Prozession wurden die Bildgestalten auf einer Sänfte um das Tempelgebäude getragen. Auf dem ganzen Gelände war indische Mantra- Musik live zu hören - Sanskrit- Lieder zur Verherrlichung Gottes, begleitet von den traditionellen Instrumenten Harmonium, Mridanga (Tontrommel) und Kartalas (Handzimbeln).
Für die Kinder gab's ein spannendes Puppentheater, eine Geschichte, die sich vor 5000 Jahren im Distrikt Mathura zutrug: Krishna rettete die Einwohner vor den Regenmassen eines siebentägigen Wolkenbruches.
Danach führte Klakanth Mataji einen Tempeltanz auf, dessen ästhetische Ausdruckskraft die Zuschauer sichtlich beeindruckte. Gleich darauf begann die Badezeremonie, der eigentliche Höhepunkt des Tages: Die Bildgestalten wurden mit vielen glückverheißenden Substanzen wie Milch, Joghurt, Fruchtsäften und so weiter gebadet, begleitet von melodiösen Mantraliedern. Um 24 Uhr, dem Zeitpunkt Krishnas Erscheinens, ging der Altar ein letztes Mal auf, während die Besucher konzentriert die mitternächtliche Verehrungszeremonie verfolgten, bei der auch Räucherstäbchen und Blumen dargebracht wurden.   Die Krishna-Gemeinde heißt jeden Sonntag ab 13 Uhr alle Interessierten zu einem Sonntagsfest willkommen. Infos: 06782/107898, www.goloka-dhama.de

Nahe Zeitung vom 05.09.2003, Seite 20.

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Bald große Show im Zirkuszelt vor dem Tierpark

Ex-Kindergärtnerin Irena Weiss will durch Kontakte zwischen Tieren und Kindern deren Persönlichkeitsentwicklung fördern

BIRKENFELD. Mit dem Zirkus "Gouranga" hat der Birkenfelder Tierpark nun eine Attraktion für alle Kinder, die Spaß am Umgang mit Tieren und am lustigem Zirkusleben haben. Initiatorin dieser sinnvollen und pädagogisch wertvollen Maßnahme ist Irena Weiss. Die gebürtige Schweizerin wohnt seit einiger Zeit mit ihrem Ehemann in Abentheuer. Schon während ihrer mehrjährigen Berufspraxis als Kindergärtnerin schwebte ihr die Verbindung Kind/Tier als pädagogisches Mittel der Persönlichkeitsförderung vor.
Als sie dem Abentheuerer Ortsbürgermeister Klaus Goldt von ihrem Kinder-Tier- Zirkus-Projekt erzählte, machte dieser spontan den Vorschlag, das Vorhaben gemeinsam mit dem Birkenfelder Tierpark zu verwirklichen. Nach längeren Verhandlungen war es schließlich so weit. Aus eigenen Mitteln kaufte Irena Weiss ein Zirkuszelt und seit einigen Tagen arbeitet sie erfolgreich mit einer ersten Gruppe von Kindern sowie mit Tieren des Birkenfelder Tierparks. Den Kindern, aber auch den Tieren scheinen die spielerischen Übungen viel Freude zu bereiten.
Anfangs arbeitet nur die "Zirkus-Direktorin" mit den Tieren, erst in einer zweiten Phase bezieht sie die Kinder im Rahmen der pädagogischen Arbeit mit ein. Ihr Ziel ist es, die Kreativität und Selbstsicherheit der Kleinen zu fördern und ihnen gemeinsam mit Tieren neue Perspektiven zu eröffnen. Über die bereits bestehende Gruppe hinaus können sich Eltern von Kindern, die im Tierzirkus mitarbeiten wollen, jeweils nachmittags im Tierpark oder unter Telefon 06782/980435 bei Irena Weiss melden.
Im Rahmen der wöchentlichen Übungsstunden werden die Kinder mit viel Spaß auf die "große Show" vorbereitet. Diese soll zwei Mal jährlich am Ende der jeweiligen Übungsphase vor großen Publikum dargeboten werden. Das wöchentliche 80-Minuten-Training hat aus der Sicht der Erzieherin ganz besonderen Wert: Es festige mit pädagogischen Mitteln in spielerischer Art die Persönlichkeit der Kinder, fördere ihre Konzentrationsfähigkeit und stärke ihr Selbstbewusstsein.
Irena Weiss ist überzeugt, dass auch Kinder mit Schul- und Verhaltensproblemen durch Mitarbeit im Kinder- Tier-Zirkus gefördert werden können. Die Tiere, mit denen die Erzieherin arbeitet, sind vier Ziegen, zwei Esel, ein Hahn und ein Huhn. Zusätzlich ist die Arbeit mit einem Mini-Schwein vorgesehen. Teilweise können dabei auch die Kinder mitmachen. Für sie jedoch sind die Disziplinen Jonglage, Einradfahren, Fahren auf Rollen, Bodenakrobatik, Ballett und Zaubern vorrangig.

Erwachsene Unterstützung
Die Gruppen mit etwa zehn Kinder treffen entweder im Zirkuszelt vor dem Tierpark oder im Winterhalbjahr an einem anderen Ort. Die nötigen Materialien, die den Kindern zur Verfügung gestellt werden, sind in einem Zirkuswagen neben dem Zelt untergebracht. Auch ein Erwachsener mit Spaß an der Arbeit im Kinder-Tier-Zirkus wäre willkommen, hofft Irina Weiss auf etwas Unterstützung.
Da sie nicht nur viel Spaß am Umgang mit Tieren hat, sondern auch ein Herz für sie hat, missfällt es ihr, wenn die Besucher an ihre Schützlinge das für sie ungesunde Brot verfüttern. Klein gehackte Karotten und Heu seien weitaus besser für die Ziegen, Esel und Schweine. (pl)

Nahe Zeitung vom 25.09.2003, Seite 18.

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AUSZUG

Die Woche im Rückspiegel              ...notiert vom Schellenmann       Nur wenige finden rechtzeitig den Absprung

Bis Kreta........ Von Rhodos
1993, erinnerte Moderator Klemens Hess bei der Vorstellung der Pressechronik zum 30. Jubiläum, schrieb der Heimatverein Abentheuer zum 20-jährigen Bestehen einen Postkartenwettbewerb aus - und regte eine Neuauflage an. Der damalige Wettbewerb sollte eine These aus dem 1961 erschienenen Buch "Abentheuer" von Herbert W. Böcking bestätigen, man könne von jedem Punkt der Erde nur unter Angabe des Empfängers und des Orts Abentheuer ohne Postleitzahl Post verschicken - und diese komme auch in Abentheuer an. Bei dem Festakt kündigte Axel Redmer an, bei seinem nächsten Urlaub die Probe aufs Exempel zu machen. Der Landrat hielt sein Versprechen: In der Tat traf eine Karte von der Insel Rhodos - wie Kreta Teil Griechenlands - mit der Familie des Kreischefs als Motiv bei Ortsbürgermeister Klaus Goldt an. Für den ersten Platz wird die Distanz in die Ägäis aber kaum reichen: Beim letzten Mal siegte Jochen Antes mit einer Karte aus Neuseeland und 18 344 Entfernungskilometern.

Nahe Zeitung vom 04.10.2003, Seite 18.

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"Hat fast was Christliches" Krishna-Gemeinde in Abentheuer ist immer besser integriert - Besuch von der Abgeordneten

Warum zieht eine CDU-Bundestagsabgeordnete um die Mittagszeit ihre Schuhe aus und rutscht in Nylon-Strümpfen übers Parkett? Nein, eine Blase hatte sich Julia Klöckner nicht gelaufen: Sie kam der Aufforderung der Gastgeber nach und besichtigte den Radha-Krishna-Tempel in Abentheuer - den größten Tempel in Deutschland, der die Gottheiten Radha-Krishna verehrt und den Hare-Krishna-Anhänger seit 1996 mit Leben füllen.

ABENTHEUER. Was macht eine CDU-Bundestagsabgeordnete, noch dazu eine mit Magisterabschluss in Theologie, bei den Krishnas? "Abentheuer gehört zu meinem Wahlkreis. Mich interessiert, wer hier wie lebt. Und Vorurteile kann man nur abbauen, indem man sich selbst ein Bild macht", stellt Julia Klöckner klar. Skeptisch sei sie vorher gewesen, ein bisschen gehemmt - schlauer und beruhigter hinterher... Dieses Fazit wird sie am Ende ihres Besuches, bei dem sie vom CDU- Kreisvorsitzenden Helmut Billert, dessen Ehefrau Ingeburg, Paul Lauer und Abentheuers Ortschef Klaus Goldt begleitet wurde, ziehen.
Bunt, sauber, ruhig, idyllisch... Ein kleines Stückchen Paradies - das sind die ersten Eindrücke, wenn man das Gelände der alten Mühle betritt. Freundlich und hoch erfreut werden die Gäste empfangen, 1000 Fragen hat Julia Klöckner - und keine bleibt unbeantwortet. Sie will's genau wissen: Ja... Früher in den 70er, 80er Jahren hatten die Krishnas was Pubertäres, Übereifriges und Super-Strenges... Die Zeiten haben sich geändert. Was geblieben ist: der Glaube an die Lehre der vedischen Texte - die heiligen Schriften der altindischen Religion, der stete Versuch, das Krishna-Bewusstsein zu erreichen. Rauschmittel jeder Art sind tabu - kein Kaffee, kein Alkohol, keine Zigaretten. Rein vegetarische Kost wird verzehrt, und Sexualität darf einzig und allein der Zeugung dienen. Eins mit der Natur sein, mit der Schöpfung, in Frieden, Respekt und Harmonie leben, die Liebe zu Gott in sich und jedem Lebewesen entdecken? "Klingt gut. Und hat fast was Christliches", kommentiert die CDU-Frau nachdenklich. Seit '96 herrscht ein Kommen und Gehen auf dem Gelände: Rund 25 Menschen leben hier im Schnitt, enge Kontakte bestehen zu 600 bis 1000 Brüdern und Schwestern im Geiste.
Frauen als Priesterinnen            Jugendliche werden nur für einige Wochen aufgenommen, und auch das Frauenbild hat sich verändert: Frauen sind nicht mehr nur schmückendes Beiwerk, dürfen sogar Priesterin werden. Einer solchen schauen die Gäste bei der "Arbeit" vor einer Art Altar zu. Krishna wird gehuldigt. Glöckchen bimmeln pausenlos, es riecht nach Räucherkerzen. "Halten Sie ihre Hände kurz über die Kerze und streichen Sie dann über Ihren Kopf. Das bringt Glück." Der Aufforderung kommen alle nach: Schaden kann's ja nicht...                              Einmal im Jahr herrscht Hochbetrieb in der Hujetsmühle: wenn im August "Krishnas Geburtstag" gefeiert wird. Dann kommen sie in Gruppen, auch aus dem Ausland - beten, lachen, reden. "Vor ein paar Jahren waren die Abentheurer noch skeptisch. Da gab's Berührungsängste. Das ist vorbei. Krishna-Anhänger helfen sogar beim Bau unseres Gemeindehauses mit", erläutert Ortschef Goldt. "Wenn hier sonntags gefeiert wird, gehen auch Einheimische hin und feiern mit." Was unter anderem auch an dem vorzüglichen Essen liegen könnte: Mittlerweile gibt's sogar eine Art vedischen Catering-Service... Von den Köstlichkeiten probieren dürfen nach dem Rundgang auch die Gäste. "Lecker", sind sie sich einig.  Als "angenehm und locker" habe sie die Atmosphäre empfunden, bewertet Julia Klöckner den Besuch. Sie ist überzeugt: "Jeder kann alles machen und leben. Solange er die Freiheit anderer Menschen nicht berührt oder einschränkt." Klar ist aber auch: "Meine Sicht der Dinge ist das natürlich auf keinen Fall. Für mich wäre das nichts..." Vera Müller

Nahe Zeitung vom 13.10.2003, Seite 11.

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Besinnliche Töne dominierten im ersten Teil des Konzerts Herbstliche Stimmung im hübsch dekorierten evangelischen Gemeindehaus: Das Publikum war vom bunten und anspruchsvollen Programm begeistert

BRÜCKEN. So bunt und ansprechend wie die Tischdekoration war auch das Herbstkonzert der Sängervereinigung Abentheuer im evangelischen Gemeindezentrum. Während im ersten Teil überwiegend sanfte Töne dominierten, zogen die mitwirkenden Chöre - MGV Meckenbach, Gemischter Chor Brücken und Gemischter Chor Hattgenstein - im zweiten Teil alle Register ihres Könnens. Nach der netten Begrüßung des Vorsitzenden Rudolf Quack sorgte die Abentheuerer Sängerschar unter Stefan Mörschbecher mit der "Festhymne" und dem in die Herbstzeit passenden Erntedank-Lied "Unser tägliches Brot" für einen gelungenen Auftakt.
Mit viel Gefühl
Aber auch der sehr gefühl voll vorgetragene, tiefsinnige Titel "Die Rose" sprach die Herzen an. Mit ausgesprochen leisen Töne überraschte der MGV Meckenbach mit "Von fern klingt leise eine Melodie". Etwas lebhafter danach das bekannte amerikanische Volkslied "Swanee River". Aber auch das nachdenkliche Lied "Bring's mir (das verlorene Glück) zurück" trug die Sangestruppe unter Rudi Karst mit viel Gefühl und hoher Präzision vor.
Es folgte der Gemischte Chor Brücken unter Wolfgang Giebel, der sein hohes Können erneut unter Beweis stellte. Erst mit dem Titel "Die Antwort weiß ganz allein der Wind" und danach mit "Herr der Welten". Letzteres sogar mit deutschem und lateinischem Text. Eine leise Hommage an die Größe und Güte des Schöpfers, was dem anwesenden Hausherren, Pfarrer Erwin Bonn, offensichtlich besonders gut gefiel.
Unter Maxim Schukov überzeugen die 15 Damen und fünf Herren des Gemischten Chores Hattgenstein mit dem Titel "Wenn die Sonne erwacht in den Bergen". Das Episodenlied "Schneiders Höllenfahrt" sorgte für einen lustigen Abschluss des ersten Konzertteils. Nach der Pause begann der Brückener Chor mit "Zauber der Nacht", und "Irischen Segenswünschen". Trotz dezimierter Sängerschar wuchs der Chor besonders mit dem zum Träumen und Nachdenken anregenden Titel "Nimm die Zeit zu leben" über sich selbst hinaus. Aber auch die Hattgensteiner überzeugten: Erst mit dem flotten englischen Ohrwurm "Hello, Dolly", dann sogar mit Wolfgang Amadeus Mozart, dessen "Kleine Nachtmusik" sie gesanglich gekonnt in Szene setzten.
Ihr neuer Chorleiter Maxim Schukov ließ die Hattgensteiner nach einer einjährigen Pause rasch wieder zu einem guten Chor werden. Mit dem Titel "Am Nahestrand" weckten die Meckenbacher Herren erst Heimatgefühle, um danach von den "den alten Römern" zu berichten. Hier wurde spontan eine Zugabe verlangt, was die Meckenbacher mit "Danke, Herr" prompt erledigten. Den Abschluss gestalteten die Gastgeber mit der "kleinen Maria" und dem "Herr der Welten".
Beim Zugabe-Titel "Freude am Leben" sangen und klatschten alle Gäste im Gemeindehaus beim Refrain "Tanz mit mir, ich will mit dir, das Leben froh genießen" alle eifrig mit. (pl) Nahe Zeitung vom 29.10.2003, Seite 19

Der Vorsitzende der Sängervereinigung Abentheuer, Rudolf Quack, ehrte Vereinsmitglieder: für 50-jährige Mitgliedschaft Ilse Hess, für 40-jährige Lore Thomas und Gerhard Hess sowie für 30- jährige Gisela Giebel, Lorita Fries und Hugo Keller. Für 25 aktive Jahre als Sänger und 19 Jahre Engagement im Vorstand wurde Arnold Mersch ausgezeichnet: Vom Gruppenchor-Vorsitzenden Klaus Goldt erhielt er nicht nur die Ehrenurkunde und die Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes, sondern auch ein Blumenpräsent seines Vereins.  Foto: Jürgen Pauly

Nahe Zeitung vom 29.10.2003, Seite 19.

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AUSZUG"Totalschaden auf einigen Wiesen"    Ausmaß der Verwüstung durch Wildschweine ist bisher nicht dagewesen -

Bauern fordern verstärkte Treibjagden Rotten von bis zu 60 Wildschweinen durchwühlten im Sommer die Äcker und im Herbst die Grünlandflächen von Landwirten in der Region. Der in diesen Ausmaßen noch nie dagewesenen Verwüstung
stehen viele Bauern und Jäger hilflos gegenüber. 
KREIS BIRKENFELD. Die Oberste Jagdbehörde geht davon aus, dass mindestens das Dreifache der gesetzlich vorgesehenen Anzahl an Wildschweinen, das wären sechs statt zwei Tiere pro Hektar, in Wald und Feld unterwegs sind.

"Wenn nicht bald etwas unternommen wird, dass über die herkömmliche Bejagung hinausgeht, besteht die Gefahr, dass sich das Klima zwischen Jäger und Bauer verschlechtert. Finanzielle Trostpflaster ohne Lösung der ursächlichen Problematik nützen auf Dauer nur sehr wenig", erklärt Kreisbauernvorsitzender Karl-Otto Engel aus Brücken die Lage. Er sieht
Treibjagden als die einzige Möglichkeit, den Schwarzwildbestand in kurzer Zeit zu reduzieren...........
.......... Von einer steigenden Tendenz spricht Harald Thiel aus Abentheuer. "Die Schäden haben sich jahreszeitlich bedingt wie immer vom Acker- aufs Grünland verlagert, im Sommer hat es erst das Getreide und später den Mais getroffen, jetzt sind die Wiesen an der Reihe. Die Lage hat sich verheerend zugespitzt." (vmt)

                              Nahe Zeitung vom 19.11.2003, Seite 15.

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Vermutlich ein Kaminbrand: Holzhaus in Abentheuer stand in Flammen

In Flammen stand in der Nacht auf Sonntag ein Holzhaus in der  Abentheuerer Waldstraße. Gegen 3.30 Uhr wurden die
Feuerwehren aus Abentheuer, Birkenfeld und Brücken alarmiert - und schon nach fünf Minuten waren die ersten Brandschützer zur Stelle. Zu diesem Zeitpunkt waren erst Qualm und übler Geruch wahrzunehmen. Insgesamt 41 Wehrleute, darunter ein Dutzend Atemschutzträger, und sechs Fahrzeuge kamen zum Einsatz, wobei die Drehleiter nur zum Ausleuchten benötigt wurde. Auslöser war nach Angaben von Einsatzleiter Herbert Engel vermutlich ein Kaminbrand, der sich im gesamten
Wohnraum ausbreitete. Die Bewohner hatten das Gebäude abends verlassen und sahen, als sie von der Polizei verständigt
wurden, nur noch das gelöschte Feuer und ihr zerstörtes Hab und Gut. Weil sich die Glutnester zwischen Decke und Gebälk
befanden, musste die Feuerwehr durch das Dach eindringen, um den Brand erfolgreich zu bekämpfen. Foto: K. Schultheiß

Nahe Zeitung vom 24.11.2003, Seite 15.

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Von der Liebe und Sommers Abschied    Herbstkonzert im Hammersteiner Kulturhaus

IDAR-OBERSTEIN. Ein rundum gelungenes Chorfest im herbstlich geschmückten Kulturhaus bot der MGV 1906/Gemischte Chor Hammerstein den Besuchern und Gästen des Herbstkonzertes, durch dessen Programm die Vorsitzende Doris Schönweiler führte.
Zum Auftakt des Lieder  reigens besang der Gemischte Chor unter der Leitung von Willi Casper passend zum Konzertthema "Sommers Abschied" und "Bunt sind schon die Wälder". Als Gäste wirkten der Frauenchor Obere Nahe und die Sängervereinigung Abentheuer mit.
Der Frauenchor Obere Nahe sang vom "Trost der Liebe", erzählte in einem "Tanzlied" von einem Burschen, der vor der Liebe weglief in den Wald. Und es erklang das von der Liebe handelnde "Santa Lucia". Alle Darbietungen standen unter der Leitung von Willi Casper. Die Sängerinnen beeindruckten mit ihren guten und glockenklaren Stimmen.
Auch die Sängervereinigung Abentheuer, der Gemischte Chor sang unter der Leitung von Stefan Mörschbecher, überzeugte das Publikum mit ihren Liedern. Dazu zählten die "Festhymne", die von der Lebensfreude erzählt, das "Heimatlied" und das zu Herzen gehende "Alte Freunde". Der Männerchor der Sängervereinigung konnte leider nicht auftreten, weil zuwenig Sänger zusammen kamen. Dafür bot der Gemischte Chor noch mehrere Lieder aus seinem reichhaltigen Repertoire. Ohne Zugabe kamen die Sänger nicht von der Bühne.
Den Abschluss des Herbstkonzertes bestritt der Gemischte Chor Hammerstein mit dem Lied "Tanz Maruschka", das eine Zugabe herausforderte.                                                                                                                                                      Nahe Zeitung vom 25.11.2003, Seite 18

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Die inzwischen 60. Kunstausstellung in Kirn wird von der Künstlergruppe Obere Nahe im Gesellschaftshaus präsentiert

Die Lederstadt bietet der Kunst immer eine Heimat           70 Werke unter dem Motto "sichtbar" sind bis Ende November zu sehen
KIRN. Rund 160 Freunde der bildenden Kunst besuchten die Eröffnung der 60. Kirner Kunstausstellung. Unter dem Titel "sichtbar" stellt die Künstlergruppe Obere Nahe Malereien, Grafiken und Plastiken im Kirner Gesellschaftshaus aus: Mit 70 Werken geben 18 Künstler Einblick in ihr Schaffen. Für die musikalische Untermalung sorgten bei der Vernissage Caroline Huppert, Sandra Stiltz, Marc Wildberger und Karolin Trageser.
Zwei Künstlergruppen prägen das kulturelle Leben in der Nahe-Region. Der Kunstverein Obere Nahe ist von der Quelle bis in den Kirner Raum tätig, im weiteren Verlauf bis hin zum Rhein wirkt die Künstlergruppe Nahe. Der Schnittpunkt ist Kirn. Seit Jahrzehnten werden hier gute Beziehungen zu beiden Gruppen gepflegt. "Ich glaube, dass wir in Kirn den Boden für eine objektive Auseinandersetzung zwischen Kunstschaffenden und Kunstkonsumierenden gut vorbereitet haben", sagte Bürgermeister Fritz Wagner. Er dankte seinen Mitarbeitern - und natürlich Karlheinz Brust für sein großes Engagement in Sachen Kunst. "Alle, aber auch wirklich alle Ausstellungen hat er mit organisiert, war Ideengeber, Motor und Gestalter", lobte Wagner den Kirner Künstler.                 Namhafte Künstler           Zu den Ausstellern gehören neben Karlheinz Brust Armin Peter Faust, Herbert Ruppel, Gerlinde Schäfer, Ernst Slavik und Helmut Steffen (Idar- Oberstein), Axel C. und Gisela Gross (Meckenbach), Herbert Heß (Hoppstädten- Weiersbach), Hans-Joachim Malle (Frankreich), Dirk Rausch (Berglangenbach), Harma Regina Rieth (Fischbach), Heidi Rüter (Abentheuer), Anke Schaupeter (Allenbach/Hunsrück), Helmut Schmid und Günther Theobald (Baumholder), Karin Waldmann (Niederwörresbach) und Ilse Wild- Kussler (Birkenfeld).
"Diese Ausstellung ist für den Kunstverein Obere Nahe ein sehr wichtiges Ereignis. In Kirn auszustellen, ist für uns eine besondere Ehre. Wir hoffen, den Ansprüchen des hohen Niveaus des kunstsinnigen Publikums mit dieser Ausstellung gerecht zu werden", betonte Helmut Schmid als Sprecher der bildenden Künstler an der oberen Nahe. Neben den Gruppenausstellungen engagierensich die Künstler in Einzelausstellungen, auch weit über die rheinland-pfälzischen Grenzen hinaus. (dei)      Die Ausstellung ist noch bis zum 30. November zu sehen.

Nahe Zeitung vom 25.11.2003, Seite 19.

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AUSZUG

Vier Stockwerke ohne Nutzer   Vom Gewerbegebiet bis nach Börfink führte Weg der Landrats-Delegation
BIRKENFELD.   .......... 
                                    ......Besondere Konstruktionen sind für uns eine Herausforderung" - das Motto von Harald Meyer, Chef der Firma Leh, die die Delegation aus Kreis und Verbandsgemeinde anschließend besuchte. Meyer hatte im Januar den Metallfachbetrieb in der Birkenfelder Achtstraße, der durch Entwicklung und Fertigung von individuellem Zubehör für Baumaschinen bundesweit bekannt wurde, übernommen.             Europaweit patentiert           So "erfand" man Anfang der 90er Jahre ein Schnellwechsel-System für Baggerschaufeln, das es in dieser Form bis dato nicht gab. Inzwischen ist die Konstruktion europaweit patentiert. Meyer beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter. Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt auf Schweißkonstruktionen. "Demnächst wollen wir auch einen kaufmännischen Auszubildenden einstellen," macht der Firmenchef deutlich, dass seine positiven Erwartungen bei der Übernahme des Betriebs eintrafen.       ....................... Nahe Zeitung vom 02.12.2003, Seite 24. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Harald Meyer (3. von rechts), Inhaber der Firma Leh, zeigte der Delegation mit (von rechts) Landrat Axel Redmer, Bürgermeister Manfred Dreier, Kreis-Wirtschaftsförderer Otmar Rausch, VG-Büroleiter Dieter Heinrich, Stadt-Bürgermeister Peter Nauert und dessen Beigeordneter Brigitta Thomas die erfolgreichen Produkte seines Unternehmens. Foto: Werner Knauth

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